Ich verfasse meine Texte am liebsten mit Scrivener. Es gibt aber immer wieder Situationen, in denen Scrivener einfach zu umfangreich ist, oder, was häufiger der Fall ist, gar nicht zur Verfügung steht. In diesen Fällen greife ich auf Google Docs zurück.

Arbeiten mit Google Docs

Google Docs hat einige Vorteile, die ich nicht mehr missen möchte. Zum einen ist es völlig kostenlos und bietet trotzdem alle Grundfunktionen einer modernen Textverarbeitung und Tabellenkalkulation. Zum anderen muss ich keine Software installieren, sondern kann es im Webbrowser bedienen. Dadurch ist die Anwendung betriebssystemunabhängig, d.h. egal ob ich daheim auf meinen Macs arbeite oder von anderer Stelle mit einem Windows PC: ich kann von überall her auf meine Dateien zugreifen und sie bearbeiten – Internetverbindung vorausgesetzt.

Um komplette Texte zu verfassen oder gar für eine Abgabe vorzubereiten, verwende ich Google Docs allerdings nicht. Denn die Funktionen von Scrivener sind einfach unersetzlich und allein beim Erstellen einer Normseite scheitert Docs, denn es fehlt z.B. eine grundlegende Funktion wie Zeilennummern.

Voraussetzungen

Man benötigt ein Google-Konto, um Docs verwenden zu können. Da ich dies bereits hatte, war der Einstieg denkbar einfach. Außerdem benötigt man eine Internetverbindung. Offline arbeiten ist nicht möglich.

Der Zugriff auf Docs ist einfach. Wichtig ist, dass man bei seinem Google-Konto angemeldet ist. Dann sieht man auf der Google-Seite rechts oben ein Icon, das aus neun Quadraten besteht. Dahinter verstecken sich die Google-Anwendungen. Ein Klick auf “Docs” bringt einen zur Textverarbeitung.

Mit [+] ist schnell ein neues Dokument angelegt und man kann loslegen. Ich finde mich sehr gut in der Menüstruktur zurecht, da sie der anderer Office-Produkte ähnelt. Grundlegendes wie Text- oder Absatzformatierung findet sich in der Icon-Leiste. Weitere Funktionen in den Menüs wie “Format” oder “Tools”. Wer mit Word oder Open Office zurecht kommt, wird bei Google Docs keine Probleme haben.

Will man weiter zur Tabellenkalkulation, klickt man auf das blaue Icon links oben, woraufhin eine Liste der eigenen Textdokumente angezeigt wird. Ein weiterer Klick auf das blaue Icon zeigt dann eine Auswahl von Google-Applikationen, aus der man mit “Tabellen” in die Tabellenkalkulation gelangt. Die Anwendung bietet alle gängigen Funktionen, die Excel auch hat, einschließlich Diagramme.

Google Docs Tabellen

Alles in allem ist Google Docs für mich die perfekte Möglichkeit, von verschiedenen Rechnern aus an kurzen Szenen oder Ideen zu arbeiten, die ich dann später in Scrivener einfüge und dort zu einem fertigen Text ausarbeite.

Zusammenfassung

Anwendungsgebiete

  • Schnell etwas schreiben, das sofort auf anderen Rechnern und Betriebssystemen verfügbar ist
  • Für Fälle, wenn Scrivener nicht verfügbar ist (z.B. anderer Rechner, anderes OS)
  • Zusammenstellen von Daten und Anstellen von Berechnungen, die die Schreibtätigkeit unterstützen (ich habe z.B. für eine Kurzgeschichte die Entfernungen von Planeten dort gesammelt und Reisezeiten berechnet)

Vorteile

  • Hat alle Grundfunktionen einer modernen Textverarbeitung und Tabellenkalkulation
  • Keine Software-Installation nötig, einfach per Browser benutzbar
  • Läuft auf verschiedenen Betriebssystemen
  • Kostenlos

Nachteile

  • Keine offline-Bearbeitung möglich (aber Export in ein gängiges Dateiformat ist möglich)
  • Nicht alle Funktionen verfügbar, die Word oder Excel bieten (z.B. Zeilennummern in einer Normseite)

Fazit

Google Docs ist sehr hilfreich, wenn man auf mehreren Rechnern mit mehreren Betriebssystemen arbeitet. Wer es noch nicht kennt, sollte es sich mal anschauen. Wer nur auf einem einzigen Rechner arbeitet, benötigt es wahrscheinlich nicht.

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