Mein Hobbyschriftstellerjahr 2017 ist zu Ende und ich muss zugeben, dass es deutlich weniger produktiv war als das Jahr zuvor. Das liegt allerdings nicht an meiner Faulheit, sondern hauptsächlich am Einzug von Cedric Sturmbluth im Juni – aber dazu später mehr.

Wettbewerbe

Auch dieses Jahr habe ich wieder an Schreibwettbewerben teilgenommen. Die Motivation war dabei die gleiche wie im Vorjahr: zum einen bin ich ein wettbewerbsorientierter Mensch und habe Spaß an sowas. Zum Anderen möchte ich meine Liste der Veröffentlichungen erweitern, die bisher bei Eins steht.

Leider war ich nur einmal erfolgreich. Meine Science-Fiction-Geschichte »Grüner Planet« wird voraussichtlich im April nächstes Jahr in der Anthologie »Sternenflammen« beim Drachenstern Verlag erscheinen.

Das Ergebnis einer weiteren Ausschreibung steht noch aus, vielleicht werden es also doch noch zwei erfolgreiche Teilnahmen.

Erster Roman

Ein Wettbewerb war es auch, der mich einen ersten (Kurz-)Roman hat schreiben lassen. »Der unterirdische Turm« ist mit 43.000 Wörtern mein bislang längstes Werk. In der Fantasy-Geschichte geht es um zwei verfeindete Krieger, die ihre Zwietracht auf Eis legen müssen, um die Rückkehr des Dämons eines vergangenen Zeitalters zu verhindern, den man in den namensgebenden unterirdischen Turm gesperrt hat.

Leider ist der Text nach wie vor unveröffentlicht – auch nachdem ich die Novelle bei passenden Kleinverlagen eingereicht habe. Aber egal. Wenn die Geschichte nicht gut genug ist, dann muss ich in Zukunft einfach bessere schreiben.

Unverhofft kommt oft

Zum zweiten Mal habe ich dieses Jahr beim Kurzgeschichtenwettbewerb des Vereins zur Förderung der Raumfahrt e.V. teilgenommen. Und bin zum zweiten Mal nicht unter die Top-3 gekommen :(

Allerdings kam im Dezember eine eMail mit der Nachricht, dass man meinen Beitrag »Das Genesis-Team« aus dem Jahr 2016 gerne zusammen mit den Siegergeschichten der letzten zehn Jahre veröffentlichen möchte. Was für eine tolle Überraschung!

Ein Veröffentlichungsdatum steht noch nicht fest, aber ich hoffe, dass es innerhalb 2018 dazu kommen wird.

Schreibratgeber und Schreibkurse

Dieses Jahr habe ich an meiner ersten Schreibwerkstatt teilgenommen. Im Wochenendkurs „Kriminelles Schreiben“ von Angela Eßer an der VHS München habe ich nicht nur interessante Dinge gelernt, sondern auch nette Autoren aus der Umgebung kennengelernt. Für 2018 habe ich mich bereits für drei weitere Schreibwerkstätten angemeldet.

Zur heimischen Weiterbildung mit Schreibratgebern habe ich mir den zweiten Teil von James N. Freys »Wie man einen verdammt guten Roman schreibt« geholt. Das Buch scheint für die aktuelle Phase meines Schaffens das richtige zu sein, erklärt es doch recht einleuchtend, was Spannung eigentlich ist und wie man sie erzeugen kann – ein Thema, an das ich bisher nicht systematisch herangegangen bin.

 Weniger geschrieben

Wie eingangs erwähnt, habe ich 2017 deutlich weniger geschrieben. Mein Gesamt-Output beläuft sich auf 0,5 Normseiten pro Tag. Im Vergleich dazu habe ich im letzten Jahr 0,9 Normseiten pro Tag geschrieben. Andreas Eschbach nennt auf seiner Homepage eine Seite pro Tag als Schnitt, als er an seinem »Jesus Video« gearbeitet hat. Da war ich letztes Jahr noch nah dran (am Output, nicht an der Qualität :-) ). Und dieses Jahr eben nicht mehr.

Auf den Hund gekommen

Ein Grund für die verringerte Schreibleistung ist sicher der Einzug von Cedric Sturmbluth im Juni. Der Kleine Stinker macht nämlich nicht nur eine Menge Spaß, sondern fordert auch jede Menge Zeit ein – die ich ihm nur allzu gerne gebe. Ich hielt mich immer für einen Katzenmenschen. Dabei bin ich in Wahrheit ein Hunde- und Katzenmensch :-)

Nie hätte ich mir träumen lassen, wie gerne man bei Regen durch die Nacht stapfen kann. Die Wochenenden sind ausgebucht mit Hundeschule und Trainingsrunden im Wald, denn ein Labrador will ausgebildet werden, wenn er zuhause keine Dummheiten machen soll.

Mein Jahr 2017 in Zahlen

Was? 2016 2017
Wettbewerbsteilnahmen/Erfolge 4/2 5/1
Fertiggestellte Kurzgeschichten 12 4
Fertiggestellte Romane 0 1
Geschriebene Zeichen 506.925 253.330
Geschriebene Wörter 81.492 40.419
Geschriebene Normseiten ~340 ~169
Geschriebene Wörter pro Tag 223 111
Geschriebene Normseiten pro Tag ~0.9 ~0.5

Fazit und Ausblick

Kein schlechtes Jahr, aber auch kein richtig gutes. 2018 will ich wieder mehr Gas geben. Der Schnitt von einer Normseite pro Tag soll hier als Richtwert gelten. Großes Ziel ist die Fertigstellung meines ersten Science-Fiction-Romans »Orbitale Verteidigung«. Ein weiteres Ziel ist die Veröffentlichung mindestens einer Kurzgeschichte über das Kindle Singles-Programm von Amazon.